So nah am Licht

Sabine Kalbus: So nah am Licht

Sabine Kalbus, Aurinia Verlag, 2019, 80 Seiten, 12,80 Euro


Mit 18 Jahren erhält sie die Diagnose Hirntumor. Doch dann, in einem (eher untypischen) Nahtoderlebnis, erfährt die Autorin von einem Engel, dass sie ihren Körper noch nicht endgültig verlassen darf und bald gesunden wird. Kurz vor der angesetzten Operation stellt sich heraus, dass der Tumor auf unerklärliche Weise verschwunden ist.

Ich muss gestehen, dass ich bei Büchern, in denen Engel vorkommen, zunächst zurückhaltend bin. Vielleicht ist es ein Vorurteil, weil ich befürchte, dass hier ein Thema, das in allen großen Kulturen eine Rolle spielt, zum Kommerz verkommen könnte. Als ich dieses Buch las, war ich jedoch schnell begeistert und hatte recht bald den Eindruck, dass die Autorin, die mit ihrer schweren Erkrankung einen hohen Preis für ihre Gabe des „Sehens ihrer Engel“ zahlen musste, ihre Erfahrungen mit höheren Wesen offen und ehrlich beschreibt. Ja, man merkt, das Buch wurde mit Herzblut geschrieben. Es ist, so mein Eindruck, ein echtes Anliegen der Autorin, ihre mit Hilfe von Lichtwesen und Engeln gewonnenen Erkenntnisse weiterzugeben. Nicht zuletzt schreibt sie auch von den Problemen mit anderen Menschen, die ihr oft nicht glauben wollten, dass sie sieht, was „normale“ Menschen nicht sehen.

Gerade bei Nahtoderfahrungen wird häufig über die Begegnung mit Engeln und Lichtwesen berichtet. Bei Frau Kalbus besteht diese „Beziehung“ zu den Wesen aus einer anderen Erfahrungsebene lange darüber hinaus weiter – und sicher nicht nur bei ihr. Was die Autorin an Aussagen der Wesen berichtet, klingt für mich plausibel und stimmig.

Das Buch ist in einer gut verständlichen, lebendigen Sprache geschrieben und enthält auch einige Gedichte der Autorin.

 

Unser Schlüssel zur Ewigkeit (Roman)

von Prof. Dr. van Laack ( ab Februar 2015)

CoverAb sofort ist es über jede Buchhandlung und jeden Online-Buchhändler sowie in Kürze auch als E-Book
(dann unter ISBN 978-3-936624-27-4) zu beziehen (national und international) oder direkt bei BoD, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Inhaltsgabe: Christian Schneider ist ein weltbekannter Physiker. Seine Vorstellungen von "Gott und die Welt" entsprechen natürlich dem heutigen Mainstream. Er ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in einer gut bürgerlichen und auch heilen Welt. Doch der Schein trügt; denn vieles in seiner Welt ist in Wahrheit anders, als er vermutet. Ganz unerwartet sieht sich Christian mit heftigen Problemen konfrontiert. Durch einen schweren Schicksalsschlag, der seine eigene Existenz gefährlich bedroht, begibt er sich auf eine ungewöhnliche und spannende Reise in eine nicht für möglich gehaltene Welt, in der er allmählich lernt, sein Denken komplett infrage zu stellen. Von bedingungsloser Liebe getragen,

Die Wirklichkeit des Unmöglichen: Meine Nahtoderfahrung im Irak

Santiago-Verlag

Natalie Sudman, Santiago-Verlag, 2015, 180 Seiten, 17,50 Euro

Nahezu jedes berichtete Nahtoderlebnis ist, vom Blickwinkel unseres menschlichen Standpunkts aus gesehen, hinsichtlich seines Inhalts außergewöhnlich. Das Buch von Natalie Sudman über ihre Nahtoderfahrung im Irak ist nicht nur bezüglich des von ihr Erlebten eine Besonderheit unter den Nahtodschilderungen, sondern weicht auch bei der Form der Darstellung, der Beschreibung, der Analyse und der Interpretation deutlich von zahlreichen anderen Berichten derartiger Erfahrungen ab.

Natalie Sudman arbeitete als Archäologin, bevor sie als Zivilangestellte der amerikanischen Armee, zuständig für Baumaßnahmen im Irak, im November 2007 durch einen Sprengsatz schwer verletzt wurde. Im Buch schildert die Autorin ihr Nahtoderlebnis, das sie im Moment der Explosion hatte, und gibt ihre Gedanken hierzu wieder.

Hans Kessler

Was kommt nach dem Tod

Über Nahtoderfahrungen, Seele, Wiedergeburt, Auferstehung und ewiges Leben.
Kevelaer: Butzon & Bercker 2014. 275 S. € 19.95 ISBN 978-3-7666-1755-2

Rezension von Dr. Denis Schmelter

Der inzwischen emeritierte Professor für Systematische Theologie Hans Kessler legt mit „Was kommt nach dem Tod?“ eine Publikation vor, in der ein breites Spektrum eschatologischer Fragestellungen auf dem aktuellsten Stand der Debatte beleuchtet wird.

Anhand von vier Grunderfahrungen des Menschen zeigt er in Kapitel I das tief im menschlichen Dasein verankerte Bedürfnis nach Bewältigung des Todes auf (19-43).

Bildhaftes Erleben in Todesnähe

Hermeneutische Erkundungen einer heutigen ars moriendi

von Simon Peng-Keller (Herausgeber) und Pierre Bühler (Herausgeber)
Theologischer Verlag Zürich, 2015, ISBN 978-3

“Todesnähe ist oft mit starken Bildern verbunden. Mit Nahtoderfahrungen, Sterbebettvisionen und andern Formen dieses bildhaften Erlebens beschäftigen sich die Autorinnen und Autoren und fragen nach deren Bedeutung für die Betroffenen und ihre Begleitung. Das individuelle Erleben von Menschen soll damit besser verstanden werden – dies ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Spirtuell Care am Lebensende...”.

So wird der Inhalt des Bandes beschrieben. Die Beiträge des Sammelbandes werden diesem Anspruch weitgehend gerecht. Sie sind hervorgegangen aus einer Forschungstagung des Institutes für Hermeneutik und Religionsphilosophie der Universität Zürich. Natürlich beanspruchen sie nicht, letztgültige und vollständige Antworten auf die vielfältigen Fragen zu geben, die mit den unterschiedlichen Phänomenen in Todesnähe verbunden sind. Es bleiben weiterhin mehr Fragen als Antworten. Die thematische Gliederung orientiert sich an den Grundformen imaginativen Erlebens in Todesnähe: 

I. Träume und Visionen,
II. oneiroides Erleben und seelsorgliche Begleitung von Menschen in komatösen Zuständen,
III. Nahtoderfahrungen.

Die Ausführungen zum Phänomen Nahtoderfahrung werden allerdings weitgehend bestimmt durch die sehr ambivalente Sichtweise des Soziologen Hubert Knoblauch, der diese Erfahrungen zwar als Transzendenzerfahrungen versteht, jedoch offenlässt, “ob und wohin transzendiert wird”.