Die Wirklichkeit des Unmöglichen: Meine Nahtoderfahrung im Irak

Santiago-Verlag

Natalie Sudman, Santiago-Verlag, 2015, 180 Seiten, 17,50 Euro

Nahezu jedes berichtete Nahtoderlebnis ist, vom Blickwinkel unseres menschlichen Standpunkts aus gesehen, hinsichtlich seines Inhalts außergewöhnlich. Das Buch von Natalie Sudman über ihre Nahtoderfahrung im Irak ist nicht nur bezüglich des von ihr Erlebten eine Besonderheit unter den Nahtodschilderungen, sondern weicht auch bei der Form der Darstellung, der Beschreibung, der Analyse und der Interpretation deutlich von zahlreichen anderen Berichten derartiger Erfahrungen ab.

Natalie Sudman arbeitete als Archäologin, bevor sie als Zivilangestellte der amerikanischen Armee, zuständig für Baumaßnahmen im Irak, im November 2007 durch einen Sprengsatz schwer verletzt wurde. Im Buch schildert die Autorin ihr Nahtoderlebnis, das sie im Moment der Explosion hatte, und gibt ihre Gedanken hierzu wieder.

Hans Kessler

Was kommt nach dem Tod

Über Nahtoderfahrungen, Seele, Wiedergeburt, Auferstehung und ewiges Leben.
Kevelaer: Butzon & Bercker 2014. 275 S. € 19.95 ISBN 978-3-7666-1755-2

Rezension von Dr. Denis Schmelter

Der inzwischen emeritierte Professor für Systematische Theologie Hans Kessler legt mit „Was kommt nach dem Tod?“ eine Publikation vor, in der ein breites Spektrum eschatologischer Fragestellungen auf dem aktuellsten Stand der Debatte beleuchtet wird.

Anhand von vier Grunderfahrungen des Menschen zeigt er in Kapitel I das tief im menschlichen Dasein verankerte Bedürfnis nach Bewältigung des Todes auf (19-43).

Bildhaftes Erleben in Todesnähe

Hermeneutische Erkundungen einer heutigen ars moriendi

von Simon Peng-Keller (Herausgeber) und Pierre Bühler (Herausgeber)
Theologischer Verlag Zürich, 2015, ISBN 978-3

“Todesnähe ist oft mit starken Bildern verbunden. Mit Nahtoderfahrungen, Sterbebettvisionen und andern Formen dieses bildhaften Erlebens beschäftigen sich die Autorinnen und Autoren und fragen nach deren Bedeutung für die Betroffenen und ihre Begleitung. Das individuelle Erleben von Menschen soll damit besser verstanden werden – dies ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Spirtuell Care am Lebensende...”.

So wird der Inhalt des Bandes beschrieben. Die Beiträge des Sammelbandes werden diesem Anspruch weitgehend gerecht. Sie sind hervorgegangen aus einer Forschungstagung des Institutes für Hermeneutik und Religionsphilosophie der Universität Zürich. Natürlich beanspruchen sie nicht, letztgültige und vollständige Antworten auf die vielfältigen Fragen zu geben, die mit den unterschiedlichen Phänomenen in Todesnähe verbunden sind. Es bleiben weiterhin mehr Fragen als Antworten. Die thematische Gliederung orientiert sich an den Grundformen imaginativen Erlebens in Todesnähe: 

I. Träume und Visionen,
II. oneiroides Erleben und seelsorgliche Begleitung von Menschen in komatösen Zuständen,
III. Nahtoderfahrungen.

Die Ausführungen zum Phänomen Nahtoderfahrung werden allerdings weitgehend bestimmt durch die sehr ambivalente Sichtweise des Soziologen Hubert Knoblauch, der diese Erfahrungen zwar als Transzendenzerfahrungen versteht, jedoch offenlässt, “ob und wohin transzendiert wird”.


Neuerscheinung

Hsg.: Professor Dr. med. Walter van Laack

Schnittstelle Tod - Was spricht für unser Weiterleben?
Tagungsband 2013 des 3. Symposiums "Schnittstelle Tod" am 09.11.2013 in Aachen
van Laack-Buch.de / ISBN 978-3-936624-19-9
Taschenbuchformat, 100 Seiten, 14,00 Euro - ab 14.02.2014

Weitere Einzelheiten über den Inhalt des Buches auf der Website des Herausgebers:
http://www.vanlaack-buch.de/buecher-books/schnittstelle-tod-was-spricht-f%C3%BCr-unser-weiterleben/